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Trio Elisouma: World Music

Dienstag 3. Dezember 2013
Beginn: 20:00 Uhr



Eintritt: 8 Euro AK / 5 Euro AK ermäßigt

Zum Archipel der Komoren, den sogenannten Mondinseln, gehören Grande Comore, Mohéli, Anjouan und Mayotte. Die musikalischen Landschaften der Inselgruppe wurden von verschiedenen Einwanderungswellen geprägt: Man findet und hört Einflüsse der frühen Migranten aus Ost-Afrika, Melodien und Modi aus dem Nahen Osten, die im frühen sechzehnten Jahrhundert durch persische Migranten aus Shiraz ankamen, oder den Musikstil ‚twarab‘, der von Einwanderern aus Tansania in den 1960er Jahre eingeführt wurde. Auch die westliche Folkmusik erreichte in den 1980er Jahren den Archipel und führte zu wieder neuen musikalischen Kreationen.

Das Trio Elisouma ist das Ergebnis einer künstlerischen und kreativen Zusammenarbeit zwischen drei außergewöhnlichen Musikerpersönlichkeiten, die Musikstile und Instrumente von verschiedenen Inseln und verschiedenen Epochen zusammenführen.

‚Soubi‘ Athoumane Soubira ist Spezialist auf der Dzendze, der komorischen Harfe und hat einen ganz eigenen Stil entwickelt, in dem er sich auf die Rhythmen und Melodien der traditionellen Tänze seiner Heimatinsel Mohéli bezieht. Der Gitarrist Eliasse Ben Joma wurde auf Grande Comore geboren, siedelte dann nach Mayotte über. Auch er entwickelte sein ganz eigenes stilistisches Konzept: Za N’goma, in dem Rhythmus das tragende und verbindende Element für die unterschiedlichen traditionellen Musiken der Komoren ist von twarab über mgodro, maloya, sega und shigoma. Mwegne M’madi spielt das archetypische Instrument der Komoren, die Gambusi, sowie die kastenförmige Zither Dzendze. Letztere hat er mit der Mechanik moderner Gitarren und Nylon-Saiten ausgestattet.

Die drei Musiker präsentieren den musikalischen Reichtum ihrer Inseln traditionsbewusst und weltoffen zugleich. Sie widmen sich aktuellen Themen ihrer Heimat wie Umweltprobleme, Korruption oder Prostitution.

Eliasse Ben Joma (voc, g, garando, goma), Mwegne M’madi (dzendze, gambusi, ngoma, mkayamba, voc), ‚Soubi‘ Athoumane Soubira (dzendze, gambusi, mkayamba, voc)