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The Skatalites

Ska, Reggae & Rocksteady

Dienstag 4. Juli 2017
Beginn: 20:00 Uhr
16 € VVK / 20 € AK

Eintritt: 16 € VVK / 20 € AK
 
In den fünfziger Jahren, als Jamaikas Plattenindustrie entstand, begannen einige erfahrene Unternehmer ausgesuchte Musiker, die aufgrund ihrer Live Performances Aufmerksamkeit erregt hatten, zu beschäftigen. Während sie zunächst nur Rock’n’Roll, Jazz, Soul, Boogie-Woogie Blues spielten, bildete sich bald innerhalb der Gruppe ein harter Kern von Musikern heraus, die damit anfingen, auf eigene Faust einen einzigartigen Sound zu kreieren, der später als Ska bekannt wurde.
 
In den 60er Jahren, als sich Jamaika zu einer neuen unabhängigen Nation erhob, schlossen sich die Schlüsselfiguren dieses neuen einheimischen Stils zu den Skatalites zusammen. Die selben Musiker, die all die aufkommenden Sänger, wie Jimmy Cliff, Toots & The Maytalls unterstützten, konnten nun live und auf Platte als die erste Ska-Band der Welt gehört werden. Sowohl ihre instrumentalen als auch ihre Gesang-Sessions waren bei jedem Produzenten der Insel sehr gefragt.
 
Die Skatalites lösten sich offiziell im Sommer 1965 auf, um jeweils ihre eigene musikalische Karriere weiterzuverfolgen, während sich die Musik von Ska über Rock Steady bis hin zum Reggae entwickelte. 1969 verstarb der Posaunist Don Drummond, der produktivste Komponist und Solist der Skatalites.Die 70er Jahre sind gekennzeichnet durch den Aufstieg Bob Marleys und der Wailers; Reggae wurde weltberühmt. Diese Erkenntnis veranlaßte Musiker auf der ganzen Welt, stufenweise Ska und Reggae mit ihrer eigenen Musik zu verbinden. In England traten aus der „Two-Tone“-Bewegung Bands wie The Specials und The Beat hervor. Sie verschmolzen Punk mit afrikanischen Rhythmen, was beträchtlich zur Beliebtheit der Musik beitrug. Die Skatalites „schliefen“, aber ihre Musik war allgegenwärtig. So produzierten sie auch heute noch erhältliche Veröffentlichungen wie ‘African Roots‘ oder ‘Heroes in Dub‘ und stellten somit eine andere Seite der Band – unter Beteiligung der meisten ursprüglichen Mit-glieder – dar.
 
In den 80ern blühte die Musik weiter auf und das gestiegene Interesse bewirkte 1983 eine Wiederverei-nigung der Band beim Sunsplash in Montego Bay und im Jahr darauf im „Crystal Palace“ in London, wo sie die Fans aller Altersklassen als originators dieses Beats verblüfften. Daraufhin kam es zu mehreren bedeutenden Veröffentlichungen. ‘Live at Sunsplash‘, ‘Stretching Out‘, ‘Return of The Big Guns‘ und eine Neuaufnahme von Stücken aus den 60’ern, die sog. „Scatterd Lights“ wurden alle in den 80ern veröffentlicht, während die Band sich auf den Weg in die USA machte. Ihren ersten U.S. Gig spielten sie im Village Gate 1986; ihre erste Tour war 1989 als Support für Bunny Wailer’s Liberation Tour.
 
Im Januar 1990 spielten die Skatalites als Headliner in 24 U.S.-Städten. Im Dezember des Jahres verlor die Gruppe ein weiteres Mitglied, Keyboarder Jackie Mittoo, der leider aufgrund einer schweren Krebserkrankung ausscheiden mußte. Mitte der 90er veröffentlichte die Band „Skavoovee“, „Hi-Bop-Ska“ und „Greetings aus Skamania“, wobei die letzten beiden sogar für einen Grammy nominiert wurden. 1997 brachten sie „Ball of Fire“ heraus, eine der vielen Neuaufnahmen der beliebtesten Hits der Band. 1998 schieden beide Saxophonspieler, Tommy McCook und Roland Alphonso aus.
 
Kurz nach ihrem 35-jährigen Jubiläum nahm die Band in Paris ein neues Studio-Album auf. ‘From Paris With Love‘ enthält sowohl brandneue Eigenkompositionen als auch neue Interpretationen großer Skatalites-Klassiker wie ‘Guns Of Navarone‘ oder ‘Rockfort Rock‘ und die unnachahmlichen Coverversionen genrefremder Songs im Skatalites-Sound: Miriam Makebas ‘Pata Pata‘ ist genauso vertreten wie die James Bond Soundtrack Melodie ’From Russia With Love‘.
 
Seitdem tourt die Band unabläßig durch die ganze Welt, auch über ihr letzjähriges 40-jähriges Büh-nenjubiläum und einige Bandumbesetzungen wie den Ausstieg Lloyd Brevetts und die personelle Auf-stockung durch Vincent (Don Drummond Jr) Gordon, Karl (Cannonball) Bryan und Val Douglas hinaus.
 
Die Band klingt besser denn je, hat eine nicht versiegende Ausstrahlung und Energie und macht zu-dem noch im ein oder anderen Studio Halt, so. z.B. 2003, als sie mit Toots (& The Maytals) Hibbert einen Song für seine CD ‘True Love‘ aufnahmen, die u.a. auch Willie Nelson, Bonnie Raitt, Eric Clapton als special guests vorzuweisen hat. Den vorläufigen Höhepunkt bildet aber unzweifelhaft die Aufnahme eines Live-Albums „The Skatalites in Orbit Vol. 1“ im September 2005 in Buenos Aires. Eben dieses Werk ist Ende 2005 auf Grover Records als CD und Doppel-LP (+ auf V.O.R. als limitierte Version!) erschienen und läßt komprimiert hören, warum diese Band auch nach mehr als 40 Jahren noch immer so fasziniert und Besucher aller Altersklassen immer wieder in ihre Konzerte lockt.
 
Lester Sterling (sax), Doreen Shaffer (voc), Azemobo “Zem” Audu (sax), Andrae Murchison (tb), Mark Crown (tp), Val Douglas (b), Natty Frenchy (g), Cameron Greenlee (keys), Trevor „Sparrow“ Thompson (dr)