Geschichte

Der Hafen in MünsterKann man bei uns eigentlich schon über unsere Geschichte reden? Auch wenn der Hot Jazz Club Im Vergleich zu anderen deutschen Jazzclubs noch ziemlich jung ist, können wir auf jeden Fall eine Menge Geschichten erzählen. Angefangen hat alles im Jahr 2000. Damals wurde der Hafen gerade aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Mit der Änderung seines Stadthafens folgte Münster einem weltweiten Trend, der als „Revitalisierung von Hafen- und Uferzonen“ oder als „Waterfront Redevelopment“ bezeichnet wird. Die Umgestaltung der Hafenbereiche bedeuten immer eine Neubewertung des stadträumlichen Kontextes von Stadt und Hafen. Und das passierte jetzt also auch in Münster Hafen. Das Schlagwort damals war „Kreativkai“. Am Kauf von Immobilien Interessierte mussten damals ein Konzept vorlegen, aus dem hervorging, dass die beabsichtigte Nutzung in das Konzept des „Keativkais“ passte. Die Idee, einen Jazzkeller in ein ehemaliges komplett renoviertes Hafengebäude einzurichten, passte sehr gut in dieses Konzept. Das war die Geburtsstunde des Hot Jazz Clubs, der anfangs etwas kleiner geplant war. Durch beharrliche und engagierte Bemühungen erreichte der Club jedoch erstaunliche Größendimensionen. Um die Aktivitäten ausweiten und intensivieren zu können, war nicht nur ein hoher Qualitätsanspruch an die präsentierte Musik, sondern gleichzeitig auch eine Beachtung der Publikumsinteressen erforderlich. Bekannte und unbekannte, lokale, nationale und internationale Künstler standen seitdem auf unserer Bühne und genossen die besondere Atmosphäre und Nähe mindestens ebenso wie das Publikum. Zu den ersten großen Konzerthighlights zählten Auftritte von Jazzmusikern wie Paul Kuhn und Randy Brecker. Aber auch experimentelle und neue Einflüsse waren immer ein fester Bestandteil unseres Programms. So spielten unter anderem auch Progressiv Rock-Interpreten wie Tony Levin und Adrian Belew im Hot Jazz Club. Ebenso erweiterten Grenzgänger zwischen Jazz, Soul, Pop und anderen Stilrichtungen, wie die deutschen Bands Tok Tok Tok und HATTLER, das musikalische Spektrum. Klassischer Jazz hatte auf unserer Bühne immer schon den gleichen Stellenwert wie tanzbarer Funk oder traditioneller Blues. Unser Anliegen war und ist es deshalb, unseren Gästen ein hochwertiges, unterhaltsames und abwechslungsreiches Kulturprogramm jenseits von „musikalischem Schubladendenken“ zu bieten.